Pressestimmen:





Michael Lohr in der Akustik Gitarre Ausgabe 2 / 2016

Ode To Whiskey(RelaxRecords)

Da entdeckt auch noch der hoffnungsloseste Romantiker den Skeptiker in sich: Ein CD-Pro­jekt aus großer Liebe zu Irland,
zu dessen Musik und dessen Lieblingsspirituose - ob daraus etwas künstlerisch Vernünftiges werden kann?
Ein Blick auf die Titelliste lässt Schlimmes be­fürchten; es gibt doch eigentlich längst genug Versionen von
"Sheebeg And Sheemore", von "Danny Boy" und vom "Star Of The County Down". Und gehört nicht "Loch Lomond" ein­deutig
zu Schottland und dessen Kulturerbe?
Ach, was soll's, der Whiskey überwindet jede Grenze. Und die Musik überzeugt nach den ersten beiden etwas spannungsarmen
und biederen Titeln immer mehr. Denn Michael Graefe zeigt nach und nach, was er gitarristisch alles draufhat.
Er kann bei Be­darf quasi-klassisch spielen, mit feinem Anschlag und sau­berem Kontrapunkt, wenn es beispielsweise um Stücke
des blinden Harfenisten Turlough 0'Carolan geht; so bedeutet "Miss McDermott Or The Royal Princess" etwa schlicht und ein­fach
97 Sekunden im Himmel. Dann wieder arrangiert er "Danny Boy" als Solo-Fingerstyle Titel mit Rubato-Timing, Bends und leichtem
Vibrato in der schwelgerisch ausschwingen­den Melodielinie so herzergreifend offen und dabei zugleich doch so kitschfrei,
wie man es sich schon immer gewünscht hat. "Loch Lomond" wiederum kommt, auf einer 12-saiti­gen McIlroy gezupft, fast mit
barocker Größe und Wucht daher. Es mag ja an der Voreinge­nommenheit des Gitarrenfans liegen, doch ir­gendwie wirken die
Solostücke origineller als die Ensemble-Titel, die es hier auch gibt. Und wenn schon! Am Ende dieses Albums entdeckt
der griesgrämigste Skeptiker selig tanzend eh noch den unverbesserlichen Irland-Romanti­ker in sich.







Folkworld Ausgabe 11/2015

Michael Graefe "Ode To Whiskey"
Label: Relax Records, 2015
OK, Irish music fans and finger style guitar aficionados, feed your musical addiction right here with this fine album.
German born Graefe has some original songs spaced nicely between 8 O´Carolan tunes he arranged for guitar
(reminding me of a European John Fahey). There is a brief whistle, violin, and backing vocal, but it is pretty much striking
guitar following familiar Irish melodic lines. It sounds crisp and fresh and you know you will like this LP quickly enough.

© David Hintz




Die Zeitschrift Akustik Gitarre gratuliert zum 10jährigen:
Akustik Gitarre Ausgabe 4 / 2011




Gerald Oppermann im Online Magazin Grenzrauschen 31.3.2011

Michael Graefe-"Desert Blues"
Fingerpicking-Tracks, gespielt auf 6- und 12-String-Gitarren, unterstützt durch Didgeridoo (Track 2 "Didgeriblues")
und einer irischen Bouzouki (auch Track 2 und Track 9 "The Shepherds Wife", einem irischen Traditional).
Das ganze wirkt sehr sountrackartig, ist handwerklich gut umgesetzt und Überraschend eingängig. Michael Graefe versteht es, Atmosphären zu erzeugen und musikalische Ideen in ansprechende Kompositionen umzusetzen.

Als I-Tüpfelchen gibt es als Bonus Tracks die Cover-Stücke "Wonderful Tonight" von Eric Clapton und das Grossmann-Instrumental "Bermuda Triangle Exit", dem der Fingerstyle-Meister persönlich laut Selbstauskunft Graefes ein "Well done" bescheinigte. Leider ist die CD im deutschen Tonträgerhandel nicht erhältlich, physisch kann man sie aber bei CDBaby bestellen - digital auf iTunes.




wirtschaft zwischen Nord- und Ostsee Ausgabe Kiel Dezember 2010




Folkworld Ausgabe 3/2010

Michael Graefe "Desert Blues"
Label: Relax Records; CD4; 2009
Graefe's "Desert Blues" is an attempt to convey the feel of a place and time, a lonely expanse of sand translated into sound and rhythm. He is aided in this task by his percussive, articulate guitar playing and a fine sense for open space and distance. Slapped guitar strings on "Desert Blues" add a touch of drummed sand and heartbeat to a portrait of open desert. "Didgeriblues" similarly conveys a meditative trance over sparse landscapes. Graefe's staccato technique is best represented on the melancholy but rhythmic "'Thirsty for Water", which recalls a staggering trek through the desert in search of water. Most of the tunes on this all-instrumental album are Graefe originals, except for renditions of Clapton"s "Wonderful Tonight" and Stefan Grossman's "Bermuda Triangle Exit". Graefe's originals are mainly wonderfully moody and blue compositions, featuring excellent finger picking.

Gabe McCaslin




Michael Graefe: Desert Blues

Akustik Gitarre 6/09
Blue Man's Corner von Adrian Wolfen

Ist der Blues grenzenlos? Ist er eine musikalische Sprache wie Jazz, Rock oder Reggae, die Überall gesprochen,
verstanden und gespielt wird? Michael Graefe aus Elmshorn würde auf ,Desert Blues' (Relax Records) nicht zur Bouzouki,
zur sechs- und zur zwölfsaitigen Gitarre greifen, wenn er die Eingangsfrage nicht bejahen würde. Dabei macht auch er
deutlich, dass der Blues, diese eigentlich uramerikanische Musik, Überall auf der Welt natürlich auch eine ländertypische
Sprachfärbung in sich aufnimmt. So stimmt Graefe zwar den ,Desert Blues' mit einigen Blues-Licks und leichten rhythmischen
Schlägen an, lässt aber auf den Übrigen Stücken der CD den Blues weit hinter sich. Natürlich kann er mit perfektem
Fingerpicking auch einen Rag spielen, um gleich, danach den ,Crazy Waltz' zu zupfen - allesamt Stücke, die sein profundes
gitarristisches und kompositorisches Können demonstrieren, dem Blues oder Rag aber nur im Gebrauch musikalischer Formeln
nahe kommt. Graefe kann viel, selbst zu klassischer Form auflaufen, dann mit Wohlklang eine ,Spanish Caravan' oder den
,Bermuda Triangle Exit" beschwören. Und vielleicht ist das, meine Frage, ein typisch deutscher Umgang mit dem Blues,
ihn wie viele andere Stile der Welt einfach so, als musikalische Formel, zu spielen? - ohne ihn gleich leben zu müssen.




24. Juli 2009 Kommentar auf gitarre.fm

Auch bei seiner neuesten Veröffentlichung ist sich Michael Graefe musikalisch treu geblieben. Bei seinen Eigenkompositionen schauen Leo Kottke, Werner Lämmerhirt oder Stefan Grossmann stilistisch um die Ecke. Gute Musik muss ja schließlich auch nicht alle paar Monate neu erfunden werden! Stefan Grossmann steuert dann auch eines von zwei Cover " Versionen der CD bei. "Bermuda Triangle Exit" segnete er mit "Well done" höchstpersönlich ab. 15 Eigenkompositionen finden sich auf der Scheibe. Hervorzuheben ist unter anderem ein sehr reizvolles Klangexperiment mit einem Didgeridoo, der Titelsong "Desert Blues" oder der "Raisingpicker Rag". Mein persönliches Lieblingsstück ist aber "End Of A Perfect Day" mit lyrischer Melodieanlage und Mandolineneinsatz. Mit viel Spielwitz, Experimentierfreude und solidem Gitarrenspiel ist Michael Graefe wieder eine sehr hörenswerte CD gelungen. Well done!



Elmshorner Nachrichten 7.11.2007




Elmshorner Nachrichten 7.4.2007




Norddeutsche Rundschau vom 8.10.2004

"Saitenfest" für 60 Zuhörer

Akustische Gitarre stand im Mittelpunkt
Kellinghusen lh
Im Saal des Kellinghusener Bürgerhauses herrschte gespannte Ruhe, als Michael Graefe zum Griff an die Gitarre ansetzte. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, so leise war es. Auf ruhige, aber dennoch klar akzentuierte Weise setzte der Gitarrist Alltagserlebnisse in sein Gitarrenspiel um. Die Publikumsresonanz zeigte: Das Spiel der akustischen Gitarre entwächst langsam seinem Nischendasein. Etwa 6o Zuhörer kamen auf Einladung des Kulturvereins "PEP", um den Akteuren beim dritten "Saitenfest" zu lauschen. Neben Michael Graefe spielten die Gitarrenduos Bernd Ahlert und Michael Dossow sowie Thomas Glatzer und Matthias Wiesenhütter ("twelve strings") aus Berlin. abseits von Verstärkern und elektrischen Gitarren: Als Einstimmung gaben Bernd Ahlert und Michael Dossow mit ihrem Programm "Die Gitarre und ihre Geschichte(n)" eine Art Entwicklungsgeschichte dieses Instruments mit Musik aus verschiedenen Epochen zum Besten. Michael Graefe ließ in seinem Programm klassische Stilelemente mit zeitgenössischer Folkgitarre verschmelzen. Ungewohnt, aber effektvoll, seine 12-saitige Gitarre, die er zwischendurch immer wieder zum Einsatz brachte. Nicht nur, dass er seine handgemachte Musik aus Eigenkompositionen spielte, er hatte die Akustik-Instrumente auch selber gebaut. Das Duo "twelve strngs" mit Thomas Glatzer und Matthias Wiesenhütter bot seine Kompositionen und Arrangements, inspiriert durch die Musik verschiedener Tänze, rasant und erfrischend dar.



PINNEBERGER ZEITUNG vom 9.4.2002

von Hagen Zimmermann

Der Do-it-yourself-Musiker

SEETH-EKHOLT Bei Relax Records macht der Chef alles allein. Michael Graefe komponiert, interpretiert und baut auch seine Instrumente selbst. Hätte er sich vor 30 Jahren einer Prüfung seiner musikalischen Fähig- und Fertigkeiten gestellt, wäre Michael Graefe mit Pauken und Trompeten durchgerasselt. In der Schule kassierte er Fünfen, weil er weder singen konnte noch willens war ,das ihm verhasste Blockflötenspiel zu erlernen. Und für das Erlernen des geliebten Gitarrenspiels bemühte er sich ein einziges Mal zum Unterricht. Drei Jahre, so prophezeite ihm der gestrenge Pädagoge in jenen Tagen, würde er Üben müssen, bis er drei Stücke beherrsche. "Das hat mir gereicht" sagt der Musikus schmunzelnd, "denn drei Stücke hatte ich mir damals schon von einer Schallplatte abgelauscht und eingeübt".

Seit jeher begeisterte sich Graefe für die großen Meister der Gitarre

Von Anfang an faszinierten den Autodidakten, der seine musikalischen Wurzeln in der amerikanischen Folkmusik geschlagen hat, die großen Meister der Klampfe. So verstand es sich für Graefe fast von selbst, dass er bei seinen ersten öffentlichen Auftritten in der Hamburger Szene in den 80er-Jahren Nummern der Gitarren-Ikone Leo Kottke nachspielte.
Den Drang, immer alles selber zu machen, lebt der gelernte Fernmelder und Techniker nun in vollen Zügen aus. Vor einem Jahr hängte er seinen gut bezahlten Job als Netzwerk-Administrator an den Nagel, um sich ganz der Musik zu widmen. Dafür gründete der inzwischen 42-Jährige sein eigenes Schallplattenlabel Relax Records, richtete im Dachgeschoss seines Einfamilienhauses ein klelnes Aufnahmestudio und eine winzige Gitarren-Werkstatt ein. Dort entstehen in wochenlanger Feinarbeit hochwertige Eigenbauten, "weil gute Gitarren entweder schwer zu bekommen oder einfach zu teuer sind."
Dass die duftenden Schallkörper aus Zedern- und Palisanderholz neben dem Geruchsorgan auch den Hörapparat verwöhnen, demonstriert der Gitarrist gerne vorPublikum-"wenn man mich lässt." Und doch, so betont der fingerfertige Haändarbeiter, dienen die Instrumente nur als Werkzeug für seine Musik. "Komponiert wird meistens im Urlaub", sagt Graefe der ohne seine Gitarren nicht verreisen kann. Beim Spielen geistern ihm dann Melodien- fetzen durch den Kopf, die sich später zu ganzen Musikstücken zusammenfügen. Die Früchte seines musikalischen Schaffens hat Graefe auf einer ersten professionell produzierten Solo-CD mit dem Titel "Landscape" (Landschaften) konserviert. Zum Nachspielen gibt es für Gitarren-Epigonen auf der Firmen-Homepage www.relaxrecords.de einige Tabulaturen zum Ausdrucken.
Graefe wünscht sich, dass die "handgemachte Musik zum Zuhören und Entspannen" nicht nur in Insider-Kreisen, sondern auch auf breiter Basis Anklang findet. Schließlich möchte er irgendwann einmal von seiner Kunst leben. An alle Rundfunksender hat der Musiker seine hörenswerten Klänge geschickt- bisher nur mit verhaltener Resonanz. Dass sein Musikstil, demografischen Erhebungen zufolge, beim Radio-Hörer nicht erwünscht sein soll, will Graefe nicht hinnehmen. Er komponiert schon eifrig für seine nächste CD. Denn eines ist für ihn gewiss: "Der Erfolg steht und fällt mit den Medien."





Folkworld Ausgabe 20 12/2001

Michael Graefe "Landscape" Label: Relax Records (LC 11377); CD1; 2001; Spielzeit: 48.32 min
Nach einer 25-jährigen, zunehmend professionellen Spielerlaufbahn hat der norddeutsche Akustikgitarrist Michael Graefe nun sein erstes Album veröffentlicht. Als musikalische Wurzeln seines Spiels bezeichnet er Leo Kottke, Harry Sacksioni, David Qualey, Werner Lämmerhirt - und Johann Sebastian Bach. Diese Wurzeln finden Ausdruck in einem versierten, abwechslungsreichen Solo-Gitarren-Album ohne Overdubs, mit 23 kurzen Eigenkompositionen (inklusive einem musikalischen Gruß an Mr Kottke) und Bearbeitungen (z. B. von Carolans "Colonel John Irwin", hier als "Planxty Irvan" bezeichnet). Das Booklet liefert Angaben zu Gitarrentypus und verwendeter Stimmung für potentielle Nachspieler der Stücke, wobei der hohe Anteil der selbstgebauten Instrumente auffällt.
Auszugsweise zu hören und bei Gefallen für günstige 25,- DM plus 4,- Versand zu beziehen ist die CD bei Relax Records, Bestellfax 04121-788793.
Anja Beinroth




UeNa20.5.2001 Konzert in der Erlöserkirche



Akustik Gitarre 4/01

Dass schöne und eingängige Musik nicht unbedingt zirkusreife und virtuose Artistik benötigt, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. "Schneller, weiter, höher" mag zwar für manche Musiker eine Maxime sein - mehr Zuhörer, mehr Erfolg und vor allem: bessere Musik stellen sich damit nun gar nicht automatisch ein. Und wie man mit unspektakulärem Spiel, schönen Song-ldeen und etwas Übung und Erfahrung eine stimmungsvolle CD produzieren kann, beweist der norddeutsche Gitarrist Michael Graefe. Fingerpicking in der Art eines Harry Sacksioni, David Qualey und Werner Lämmerhirt ist sein Metier. Hier und da mischen sich Einflüsse von der klassischen Gitarre hinzu, irische Einsprengsel und Slide-Themen finden ebenso Platz in den 23 kurzen Eigenkompositionen wie Folk-und Bluesklänge. Und auch wenn es auf der Platte hier und da schon mal Stimmungsschwankungen gibt, nicht jede Note perfekt intoniert ist,hat die Musik Graefes doch "Seele"und Aussagekraft. Aber kreativ ist der Gitarrist nicht nur hinsichtlich seines Spieles und beim Schreiben der kurzweiligen lnstrumentalstücke. Ein eigenes Tonstudio hat sich Graefe mittlerweile eingerichtet, eine eigene Homepage wurde selbst programmiert, ein Verlag gegründet. Aber damit nicht genug: Fast alle der verwendeten lnstrumente, als da wären: Konzertgitarre, sechs- und zwölfsaitige Steelstring sowie ein Bass, wurden von dem Selfmade-Mann selbst gefertigt. Das Ergebnis kann sich hören lassen, so oder so! -gh-




Blickpunkt vom 4.4.2001

Klanglandschaften zum Entspannen KÖLLN-REISEK (bcb).
Der Name ist Programm : Mit "Relax-Records" hat sich im Kreis Pinneberg ein neues, kleines Plattenlabel gegründet. Der Gitarrist Michael Graefe ist Inhaber und sein erster Künstler zugleich. Sein Erstlingswerk "Landscape" ist eine Scheibe zum "relaxen", zum Entspannen also. Graefe, in KöIln-Reisiek zu Hause, hat seine Wurzeln in der Fingerpicking Szene. Der Autodidakt spielte seit Anfang der 80er-jahre in den Clubs in und um Hamburg. Musikalische Vorbilder wie Leo Kottke, David Qualey, Werner Lämmerhirt oder Harry Sacksioni beeinflussten seine Eigenkompositionen, in denen alle diese Stile zusammenflossen. 22 eigene Stücke stellt Graefe auf seiner ersten CD vor, eingespielt auf größtenteils selbst gebauten sechs- und zwölfsaitigen Gitarren. Mal jazzig, mal balladesk - eine Klanglandschaft zum Eintauchen und Zurücklehnen. Alles handgemacht und ohne viel technischen Schnickschnack. Kurz: ein Stück authentischer, akustischer Musik, virtuos dargeboten und professionell produziert. Was potenzielle Nachspieler freuen wird: Im Booklet verrät Graefe zu jedem Stück die eingesetzten Instrumente und Saitenstimmungen. Weitere Infos und Klangbeispiele gibt es im Netz unter www.relaxrecords.de. Wer Graefe live hören will, kann das während der Kreiskulturwoche am Sonntag, dem 20. Mai,um 18 Uhr in der Uetersener Erlöserkirche am Ossenpadd. Eintritt zehn (ermäßigt sieben)Mark.